Bad Honnef – Seit 2010 trägt Bad Honnef stolz den Titel „Fairtrade-Town“ und setzt damit ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit und faire Handelsbedingungen weltweit. Heute wurde im Eine-Welt-Laden im evangelischen Gemeindehaus in der Luisenstraße das neue Fairtrade-Zertifikat feierlich übergeben – ein weiterer Meilenstein für die Stadt und ihre engagierten Akteure.
Fairtrade: Mehr als nur ein Siegel
Hinter dem Titel „Fairtrade-Town“ steht ein komplexes System, das Produzenten, Händler und Verbraucher verbindet. Unternehmen, die mit Fairtrade-zertifizierten Waren handeln möchten, durchlaufen ein strenges Auditverfahren. Unabhängige Zertifizierer wie FLOCERT prüfen die gesamte Lieferkette auf Einhaltung der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Fairtrade-Standards. Nur wer diese Prüfung besteht, darf offiziell mit Fairtrade-Produkten handeln – und muss sich regelmäßig neu zertifizieren lassen.
Lokale Wurzeln, globale Wirkung
Die Idee, Bad Honnef zur Fairtrade-Town zu machen, hatte vor über 15 Jahren Andreas Roschlau, damals Jugendleiter der evangelischen Kirchengemeinde. Bad Honnef war damals erst die zehnte Fairtrade-Stadt in Deutschland. Heute sind es bundesweit über 900 Kommunen – ein Beweis für den wachsenden Stellenwert fairen Handels.
Zertifikatsübergabe: Ein Zeichen der Kontinuität
Bei der heutigen Übergabe des neuen Zertifikats betonte Bürgermeister Philipp Herzog die Bedeutung von Fairtrade für die lokale Gemeinschaft. Er hoffe, dass Bad Honnef auch in den kommenden fünf Jahren Fairtrade-Stadt bleibe. Man müsse zwar sagen, dass manche Produkte etwas teurer seien, aber in Bad Honnef gebe es auch ein Publikum, das sich das leisten könne.
Reinhold Bähr von der Steuerungsgruppe erwähnte unter anderem den Ausbau des Netzwerks mit der Verbandsgemeinde Linz sowie die verstärkte Einbeziehung der Schulen in die Fairtrade-Arbeit.


