Bad Honnef. Ein möglicher Strahlenverdacht hat am Dienstagabend einen umfangreichen Feuerwehreinsatz an der A3 ausgelöst. Auf dem Autohof Dachsberg bei Bad Honnef untersuchten Spezialkräfte einen Lastwagen, dessen Fahrer über gesundheitliche Beschwerden geklagt hatte. Erst nach Mitternacht war der Einsatz beendet.
Was zunächst als medizinischer Notfall begann, entwickelte sich zu einem größeren Gefahrguteinsatz. Nach einem Bericht des WDR hatte sich ein Lkw-Fahrer gegen 21.45 Uhr bei der Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises gemeldet. Ihm sei übel gewesen, außerdem habe er sich unwohl gefühlt. Der Mann vermutete einen Zusammenhang mit der Fracht seines Lastwagens.
Am Vortag hatte er Schlacke transportiert. Dabei handelt es sich um einen Rückstand, der bei der Metallverarbeitung anfällt und je nach Zusammensetzung auch schwach radioaktive Bestandteile enthalten kann.
Spezialkräfte rücken an
Die Einsatzleitung ließ neben dem Rettungsdienst auch Gefahrgut-Spezialisten alarmieren. Dazu gehörten ABC-Fachberater der Feuerwehr Troisdorf. Insgesamt waren nach Angaben des WDR etwa 40 Feuerwehrleute beteiligt.
Zunächst konzentrierten sich die Untersuchungen auf den Fahrer. Messungen sollten klären, ob er möglicherweise mit gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen war. Nach den vom WDR geschilderten Ergebnissen gab es dafür zunächst keine Hinweise. Trotzdem wurde der Mann zur weiteren Abklärung in die Bonner Universitätsklinik gebracht.
Keine gefährlichen Stoffe nachgewiesen
Anschließend nahmen die Einsatzkräfte den Lastwagen genauer unter die Lupe. Der Sattelschlepper stand auf einem Parkplatz des Autohofs, umgeben von weiteren Lkw. Auch die Ladung wurde untersucht.
Lennard Gerlach von der Feuerwehr Bad Honnef erklärte laut WDR, das Fahrzeug sei auf mögliche gefährliche Stoffe überprüft worden. Die Messungen hätten keinen auffälligen Befund ergeben.
Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef hatte den Einsatz bereits um 23.18 Uhr öffentlich bestätigt. In ihrer Mitteilung verwies sie auf einen nicht auszuschließenden Kontakt einer Person mit gefährlichem Ladegut. Eine Person werde vom Rettungsdienst versorgt.
Erst kurz nach 1 Uhr am Mittwochmorgen war der Einsatz abgeschlossen. Der zuvor abgesperrte Bereich des Autohofs konnte wieder freigegeben werden. Über die Ergebnisse der anschließenden Untersuchungen des Fahrers in der Bonner Uni-Klinik lagen zunächst keine weiteren Informationen vor.

